Strahlhorn (4190m), Monte Leone und Spitzhorli/ Verlängertes Wochenende in der Schweiz



Eigentlich war eine ganze Skitouren-Woche in der Gegend um Zermatt und den Simplonpass geplant, aber entgegen unseren Erwartungen wurde das Wetter schlecht und uns blieben nur drei Tage (Karsamstag-Ostermontag) um einige Westalpen-Touren zu gehen.

Ausgangspunkt war zunächst der Simplonpass an der Grenze zu Italien. 

Am ersten Tag gings bei bestem Wetter als Eingehtour aufs Spitzhorli (2737m), den Staffelgrat (2633m) und weitere "kleinere" Gipfel auf der Ostseite der Passstraße. Zwar eine sehr beliebte Tour, aber trotzdem stehen in den Steilhängen abseits der Hauptroute die Chancen ganz gut, die ersten Abfahrtsspuren zu hinterlassen.

Am Ostersonntag gabs dann den absoluten Skitourenklassiker der Gegend, den Westanstieg auf den Monte Leone (3553m) und aufs Breithorn (3438m). Die Route hat tatsächlich einiges zu bieten: eine Querung unterhalb der Hübschhorn-Nordwand, Ausblicke auf so manchen 4000er der Walliser Alpen und einen einfachen aber ausgesetzten Südgrat hinauf zum Gipfel.

 

Ostermontag machte sich dann schon der Wetterumschwung bemerkbar und so änderten wir das Ziel von Monte Rosa Hütte und Dufourspitze auf das einfachere Strahlhorn (4190m).

In der Früh gings zunächst zum Parkhaus in Saas Fee hinauf und von dort konnten wir relativ bequem, aber nicht ganz ohne schlechtem Gewissen mit der erste Gondel hinauf zum " Felskinn" (3000m) fahren. Von dort quert man dann zunächst hinüber zur Britanniahütte, die man bei unserer Variante (Ticketkauf, Gondelfahrt, etc.) erst um halb zehn erreicht. Hat man mehr Zeit, bietet sich eine Hüttenübernachtung an.

Zunächst fährt man rund 150hm auf den Gletscher hinunter und folgt diesem dann bei geringer Steigung etwa 7km bis zum Adlerpass (3800m), wo uns dann endgültig das schlechte Wetter und völlig undurchsichtiger Nebel erreichte. Hier steigt man zunächst über eine steile Passage mit mehreren sichtbaren Spalten auf und folgt dann einem flacheren Hang zum Gipfel, wo es schließlich noch eine kleine Felspassage zu klettern gibt. Von dem im Tourenführer angekündigten, traumhaften Panorama war nichts zu sehen. Verschiedene Geländestrukturen und ein zuvor oberhalb des Steilstücks platzierter Eispickel waren bei der Abfahrt auf jeden Fall eine große Hilfe. 

Von der Britanniahütte kann man problemlos über die Skipisten hinunter nach Saas Fee fahren.

Autor: Leo Luber
Datum: 20.04.2019
Saison: 18/19
Gebiet: Walliser Alpen

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