Kleiner Muntanitz 3192 m



Nach drei perfekten Tourentagen rund ums Matreier Tauernhaus Ende März hat es mich noch einmal ins Tourengebiet Felbertauern verschlagen. 

Der Aufstieg über einen alten Steig ab der Felbertauernstraße über eine Steilstufe im Wald ist mehr als mühsam. Der Steig ist quasi nicht mehr vorhanden und voll mit Windwurf. Nach der Hürde geht's angenehmer zu Fuß weiter, bis dann auf ca. 1700 m der Schnee beginnt. Weiter zur Kessleralm und im und neben dem Petersbach zur den westseitigen Hänge unterhalb des Muntanitz‘. Hier im einer S-Schleife hinauf zur Scharte beim Kleinen Munatnitz. Vor der Scharte relativ steil, aber alles mit Ski und Harscheisen möglich. Die letzten Meter mit Traum-Glocknerblick gemütlich zum Gipfel des Kleinen Munatnitz. Meinen ursprünglichen Rundtour-Plan (vom Gipfel zum Kampl abklettern und weiter zum Großen Muntanitz – Abfahrt Sudetendeutsche Hütte und Wiederaufsteig Kleiner Muntanitz) hab ich kurzfristig verworfen. Am Steig war einiges an Neuschnee, das Seil war nicht sichtbar. Außerdem haben sich schon gewaltige Haufenwolken bei den Bergen rund um den Glockner aufgetürmt. Im Whiteout herumklettern war mir doch zu happig. Daher Abfahrt vom Kleinen Munanitz bis kurz vor die Sudetendeusche Hütte. Wiederaufstieg und Abfahrt über die noch wenig von der Sonne berührten westseitigen Hänge und Querung unterhalb des Graukogels.

 

Wetter: bestens bis ca. 10:30 Uhr , danach haben sich immer mehr Kumuluswolken über den hohen Gipfin gebildet.

Abfahrt:
- Muntanitz --> Richtung  Sudetendeusche Hütte auf ca. 2700 m: wenige cm Pulver auf Harsch           

- Steile Hänge Scharte Muntanitz westseitig, leicht schnittig aber ok

- südwestseitge Hängen unterhalb vom Graukogel -->Traumfirnabfahrt bis der Schnee aus war. Abfahrt um ca. 11:45 Uhr

Lawinen: alles stabil, alte Lawinen aus den extrem steilen Hängen.

Autor: bernhard ebner
Datum: 16.04.2019
Saison: 18/19
Gebiet: Granatspitzgruppe

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