Brennkogel-Glocknerstraße-Süd



Vorgabe:

  • a 3.000er
  • Rookie-tauglich
  • a Skitour ( = mehr als 1.000 Hm)
  • so wenig Tragen, wie möglich
  • so wenig Leute, wie möglich

Tourenplanung:

  • Für die Vorgaben kamen eigentlich nur Ziele im Bereich  Glocknerstraße in Frage. Weißseebahn hat zu, Hocharn und Sonnblick woitma ned, noch weiter fahren auch nicht.
  • Der Wetterbericht brachte stürmischen Südwind, wechselnde Bewölkung, ab Mittag vermehrt, aber trocken, Temperaturen zwischen 5 °C auf 2.000 m und -3°C in 3.000 m
  • Bei dem Wetterbericht war klar: Wenns auffirnt, dann nur auf Ost- und Südseiten und da auch erst später. Ein früher Start wäre sinnlos.
  • Da gabs nicht viel Auswahl: Brennkogel ab der Kehre auf ca. 1.850 m.
  • Hätte unvorhergesehen doch die Sonne niedergebrannt, wäre Plan B Noespitze oder Krumlkeeskopf gewesen, da nordseitig. Beim Hinfahren war meine Einschätzung bestätigt. Man sah schon auf die Weite das Spiegeleis und beim kurzen Stopp um ca. 9:30 Uhr am Hochtor mit Schneetest im schattigen Schnee (kurzes Stochern und Treten :-)) war schnell klar, dass diese Tour ein Griff ins Klo wäre.
  • Also ein paar Kilometer weiter fahren.

Und es hat sich gelohnt. Sonne beim Start um ca. 10:00 Uhr, die erste, noch knusprige, steile Rampe etwas angenehmer gemacht hatte. Dennoch wars mit Harscheisen wesentlich leichter und sicherer. Danach hats etwas zugezogen, aber es waren nur hohe Wolken, die Sonne war immer sichtbar. Für den Notfall mit Nebel und Whiteout hätte ich mein GPS-Kastl dabei gehabt.

Auf ca. 2.800 m Stella-Depot, die letzten Früh- und Vor-uns-Starter waren inzwischen abgefahren. Der Steilhang zur Scharte sowie der Gipfelaufschwung mussten noch hart erkämpft werden. Regeneis zur Scharte, danach Sturm und weiterhin sehr harter Schnee.

Absolut unnötig ist, dass bei solchen rutschigen Verhältnissen von einigen Abfahrern streckenweise die Aufstiegsspur schön weg radiert und poliert wurde.

Die letzten Meter stapften wir. Am Gipfel lies der Wind deutlich nach, im Hocken am Kreuz war er sogar gar nicht zu spüren. Entgegen der Prognose lockerte es mit dem Abstieg auf und wir konnten bei blauem Himmel abfahren. Durch die Sonneneinstrahlung waren die ersten Höhenmeter bergab gleich angenehmer und ab ca. 2.900 m sehr schöner Firn bis zum Auto.

 

Resumee: A super (Abschluß?-)Tour, einsam mit ca. 1.120 m Firnabfahrt. Die Anna-Lisa wartete im sonnigen Biergarten im Wildpark Ferleiten.

Autor: Andreas Zauhar
Datum: 01.05.2018
Saison: 17/18
Gebiet: Glocknergebiet

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Andreas Zauhar03.05.2018

von da Uta, woher sonst! ;-)

 

http://www.panico.de/skitouren-hohe-tauern.html

 

... und natürlich von guade Chiemgauer Freind ;-)

Norbert Zollhauser03.05.2018

wiast as owei grod so woast, des scheena Touren!

Respect!