Rumble in the Jungle am Rossfeld



Voll motiviert startete ich meine Tour gegen 12 Uhr an der Mautstelle. Nach vielen Stunden und etlichen Gefahren musste ich letztendlich am Gipfel schockiert feststellen: "Das Bier ist alle!" 

 

Sofort telefonierte ich mit meinem Freund, dem Kramerwirt von Hemhof Hubbi Schlemer, dem Herrn der Räusche, er mich aber vertröstete: "In Bayern habe soeben die Biergartensaison begonnen und seine Tanks haben jetzt schon einen gefährlich niedrigen Pegel". Etwas forsch entgegnete ich ihm: "Es gibt wichtigere Baustellen, ich bin schließlich hier um weiterzusaufen!"

 

Ich wollte schon einen Notruf absenden, aber die Furcht vor noch herumstreunenden, wildgewordenen Liftbetreibern war dann doch zu groß und so entschied ich mich, schnellst möglichst abzufahren. Zu tief lag noch der seelische Schock, den ich erleiden musste, als mich Anfang dieses Jahres am Ruapadinger Skilift ( Unternberg ) ein Liftbetreiber zusammengebrüllt hat.

 

War es etwa die Angst, dass ich unter die Ketten einer imaginären Pistenraupe geraten könnte?

 

Oder gar die Angst, dass ich mit nicht vorhandenen Skifahrern zusammenstoßen könnte?

Ich hatte immerhin keinen Helm auf :-O.

 

Oder war es er der Frust darüber, dass ich gegen 8:15 Uhr, 45 min. vor der Start des Liftbetriebes, die frisch präparierte Piste, böswillig mit meiner Aufstiegspur zerstörte?

 

Wir werden es wohl nie erfahren. Denn ich habe panisch die Flucht ergriffen. Mit meinen Kindern war ich jedenfalls dort nicht mehr Skifahren, denn bei so einem gorillahaften Verhalten bekommen die einen Schock fürs Leben.

 

FAZIT: Der Grapefruit Radler schmeckt mir eindeutig besser als der Zitronenradler. Getrunken mit Blick auf die Göll Ost wollte ich dennoch nicht mit einem König tauschen.

 

 

Na dann, Respekt, wer bis hierhin gelesen hat. Soweit zu meinem kleinen sarkastischen Rückblick auf die bisherige Skitourensaison.

 

Und nun noch ein Hinweis für HirnBirn- und Tourenskigeher: Das Trainieren am Rossfeld ist noch möglich. Von oben bis unten ( Mautstelle ).

 

Servus & lg

Autor: Helge Tschiedl
Datum: 11.04.2018
Saison: 17/18
Gebiet: Bärchtsgodn

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Helge Tschiedl12.04.2018

Ja ja, das ist schon eine komische Welt. Es ist scheinbar absolut unakzeptabel mit einem Sicherheitsabstand von 100 m an einer Pistenraupe vorbeizufahren, aber wenn kopfgrosse Steine eine enge Steilrinne runtergeschmissen werden, dann gibt es da keine Verbotshinweise die Rinne zu betreten.

 

"Mei, es ist vielleicht ned so gscheid, aber da kann ma scho raufsteigen. Ist ja links und rechts daneben gnua Platz." ;-D

 

@Andi. Wenn i a Goaßei drunga hätt, wär a no länger gworden. ;), aber a Flaschn Kirschlikör wollt i bei der beschwehrlichen Tour ned a no auffizerrn.

 

Daniela Kern zu Do hats a no...11.04.2018

Die Rossfeld-Hochalpenstrasse! :-D

Aber gut zu wissen, dass nu einigermassn geht. Is hoid doch a hübsches "Trainingsgebiet". Unlängst is ana grod nach 16:00 aus da Skihütten abgefahren und hod si auf de Piste verirrt, anstatt die freigebenen Obfoat znehmen: der hod vom Raupenfahrer so einen Anschiss kriagt, i glaub der is immer no in Therapie. Daweil wars sogar a Skifahrer, der afoch nur zlang in der Hütten gschaut hod... es sand net nur die Tourengeher böse... ;-)

PS: I mog den Grapefruitradler a liaba ois Zitrone, oba no besser is a Weißbier ohne des Fruchtzeigs.

Andreas Zauhar zu Verdammt des...11.04.2018

1. A Radler is koa Bier!

 

2. Die Wirkung von diesem Mischgetränk is trotzdem enorm....wie man am Bericht hier sieht .... :-)

 

3.) Für die Chiemgauer Pistenfans: Steinplatte geht sehr gut. Liftbetrieb ist eingestellt. Abmarsch ab/Abfahrt zum Parkplatz Seegatterl sehr gut möglich (Stand Sonntag) . Wird auch noch eine Zeitlang so bleiben.