Hungerau, Haselbauerkar



Im alten Rabeder steht "Eine der schwierigsten Abfahrten im Toten Gebirge. Schwierigkeit V" da wollten wir uns einfach mal selbst ein Bild machen.
Start in Steyrling am Ende Fahrtmöglichkeiten bei einem Schranken. Zu Fuss auf einer Forststrasse gut 3km in den Talschluss der hinteren Hungerau. Auf den Weg dorthin ist ein Bach einmal zu queren also Schuhe ausziehen und durch :)
Um zum Beginn des Jagdsteiges zu gelangen ist wieder ein Bach zu queren, diesmal mit einem beherzten Sprung.
Eine Steilstufe gehts den Wasserfall links umgehend aufwärts. Immer Pfadspuren des Jagdsteiges entlang.Auch hier ist wieder 2 mal ein der Bach zu queren. Dann kommt man in super Windwurf Gelände, mühsam mit Schi am Buckel, sehr mühsam sogar...Nach mehr als 2h und erst 500Hm werden die Schi angeschnallt aber nicht im Bachbett, wo es eigentlich höher geht (da ist heuer eindeutig zu wenig Schnee)
sondern links davon aufwärts, kämpfend gegen den Windwurf,what else. :) Um jetzt ins schöne Schigelände zu gelangen gibts noch einen Latschquergang delux, dann aber gehts auf allerfeinstem Schihängen höher (der Schnee gut verfestigt, Harscheisen hilfreich). Auf 1800m dann in den Kessel (Zwillingskogel, Kreuz und Kirtagmauer) hinein. Bereits am Beginn sieht man die Rampe die erklettert wird, ein paar Minuten später sieht man auch den Hang der dort hinaufzieht. Mit Schi am Rucksack (hurra schon wieder) gehts höher, immer steiler werdend. Im steilsten Teil dann auf ein paar Metern dünne nicht tragende Schneeauflage auf Felsplatten, die Unterbrechung macht eine Schiabfahrt heuer nicht mehr möglich, zudem ists saublöd vorallem im Abstieg.
Der letzte Teil die Rampe rauf ist dann kein Problem mehr und ähnlt einem schönen Firngrat. Die bereits bekannten Gipfel haben wir dann nicht mehr besucht. Den steilsten Teil wieder abgeklettert und dann eine recht schöne Abfahrt die mit 2 mal abschnallen bis 1130 runter reichte. Dann wieder den mühsamen Weg zurück.
Die Abfahrt, auch wenn die Verhältnisse passen erfordern sicher jede Menge Mut :)
gut 55 Grad. Im oberen Teil Abbrüche querend.

Fazit:
Erstaunlich wenig Schnee an dieser Seite des Toten Gebirge, letztes Jahr Anfang Mai lag bedeutend mehr!
Landschaftlich reizvoll, super Schigelände in der 2. Hälfte, mit einem Finale dass es in sich hat.
Insgesamt jedoch sehr mühsam (Windwurf), in Jahren mit extrem viel Schnee sicher lohnender (wenn die ganze Kacke unterm Schnee ist) Bleibt wohl eine einsame Tour für Abenteurer...
Autor: Rammelmüller Paul
Datum: 21.04.2013
Saison: 12/13
Gebiet: Totes Gebirge

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gerhard schwamberger24.04.2013
die tourengeher aus anderen regionen meinte ich.
die nordseite ist ja noch sehr unbekannt für auswärtige ski bergsteiger.
kannst mich aber gern per mail anschreiben paul
lg
gerhard




Rammelmüller Paul24.04.2013
Hallo Gerhard!
Steh ich am Schlauch oder was genau meinst du?
gerhard schwamberger24.04.2013
 schön langsam kommens auch ins tote gebirge...
Clemens Trautwein24.04.2013
Ja sehr abgelegen und einsam. Ich bin noch am 4. Mai 2009 durchgehend abgefahren. Hätte ich nicht gedacht, dass dort nicht so viel Schnee ist.
lg von einem 'fast' Einheimischen :-)
22.04.2013
Skibergsteigen vom Feinsten!!!  
Klasse Tour Bilder und ebensolcher Bericht  
R.E.S.P.E.C.T.