So funktioniert die Einzelhangbeurteilung:
Frischer Triebschnee:
"Der Wind ist der Baumeister der Lawinen", dieser Spruch ist fast 100 Jahre Jahre alt und mehr denn je gültig. 90% der Unfälle der letzten Winter passierten in Schneebrettern, die durch Windverfrachtung enstanden.
Schwache Bindung:
Sie ist der zweite Faktor bei den meisten Unfällen. Eine schwache Bindung von Schneeschichten untereinander kann durch Rauhreif, ungesetzte Schichten oder - im Frühjahr - durch Wasser auf Eisschichten entstehen. Entdecken lassen sich solche Phänomene nur durch Aufgraben und mechanische Belastungen der Schneedecke. Erster Hinweis: Wumm-Geräusche! Besonders verdächtig: Schattenhänge! Testverfahren sind "Norweger", Rutschblock oder "K.O. Test". Äußerst wichtig: Wenn aufgraben, dann Mindestens einen Meter!
Neue Schneebretter:
Frisch abgegangene Schneebretter sind verlässliche Zeichen, dass betreffende und vergleichbare Hänge nicht gut gefestigt sind: Nichts wie weg!
Durchfeuchtung:
Vor allem im Frühjahr, manchmal in tieferen Regionen und auch schon jahreszeitlich etwas früher sammelt sich Wasser an undurchlässigen Schichten. Es bildet Gleitschichten, die für Schneedecken wie Schmierseife wirken. Daher: Aufgraben, auf Durchfeuchtung kontrollieren und bei knietiefem Sulzschnee diese Hänge meiden!
Selten befahrene Hänge:
An solchen Hängen ist die Schneedecke immer deutlich schlechter verfestigt als an häufig befahrenen Hängen, da sich schwache und gefährliche Zwischenschichten ungestört ausbilden können. | .jpg)
Windfahnen als Anzeichen für Schneeverfrachtung Verwehungen Bindung Schneebrett Hang |