Abendlicht der Grenzberge von Friaul-Julisch-Venetien. Rechts von der mittlerweile abgefuckten Grenzstation (dahinter gibts eine nette italienische Bar) steht ein Gedenkstein für jene Soldaten des Kaisers in Wien, die von 1905 bis 1910 die Passstraße auf österreichischer Seite von Kötschach-Mauthen her gebaut haben.
Die alte Römerstraße verlief weit weniger stark ansteigend in sanfteren Schleifen über das Valentin-Tal herauf.
Die kaiserlichen Österreicher dürften einen human denkenden Offizier gehabt haben, dieser ließ nämlich in den Gedenkstein meißeln, diese Straße möge dem Frieden der Völker und ihrer Freundschaft dienen. Leider weit gefehlt, nur vier Jahre nach Fertigstellung begann auch hier das völlig sinnlose Abschlachten als Folge von primitiven Eitelkeiten einiger Herrscherhäuser und radikaler Nationalisten auf allen Seiten.
Im Sinn der friedlichen Widmung von 1910 steht vielmehr der Valentin-Lauf, an dem heute Leute aus mehrerer Herren und Frauen Länder teilnehmen - auch aus Slowenien und in großer Zahl aus italienischen Regionen.