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Lagebericht
Mo. 27.02.2012
update 27.02.12 7:26 (Claudia Riedl)

Frischer Triebschnee

Nachmittag

Vormittag

Neuschnee und starker Wind aus Nordwest bis Nordost sorgen für ERHEBLICHE Lawinengefahr. Unterhalb von etwa 1800 m ist die Verbindung zwischen Neuschnee und der angefeuchteten Oberfläche zumeist günstig, die Gefährdung ist dort überwiegend MÄßIG.

Gefahrenbeurteilung

Neuschnee und kräftiger Wind sorgen oberhalb etwa 1800 m verbreitet für ERHEBLICHE Lawinengefahr durch den frischen Triebschnee. Betroffen sind speziell kammnahes Steilgelände der Expositionen von Ost über Süd bis West, sowie generell eingewehte Rinnen und Mulden. Eine Schneebrettauslösung ist in diesen Bereichen schon durch einen einzelnen Wintersportler möglich. Schlechte Sicht erschwert zudem die Gefahrenbeurteilung. In den neuschneereichen Regionen sind einzelne Selbstauslösung von Lockerschnee- und Schneebrettlawinen überwiegend kleiner bis mittlerer Größe möglich. Weiterhin besonders zu beachten sind auch Bereiche unter Gleitschneemäulern, wo die Schneedecke vom Grund weg abgleitet; Abgänge können auf Grund der großen Schneemächtigkeit je nach Geländeform mittlere bis große Ausmaße erreichen.

Schneedeckenaufbau

Seit Samstag fielen 20 bis 60 cm (die größten Mengen in den Staulagen der Nordalpen und der Tauern), in den letzen 24 Stunden sehr lockerer Neuschnee. Die Verbindung zwischen Neuschnee und der häufig pappigen und angefeuchteten Unterlage (Regen am Samstagvormittag bis 2000 m hinauf) ist zumeist günstig, sie wird oberhalb von etwa 2200 m allerdings mit der Höhe schlechter. Zudem hat kräftiger Wind aus Nordwest bis Nordost frischen Triebschnee speziell im Südsektor abgelegt. Die stark angefeuchteten oberflächennahen Schneeschichten in tiefen Lagen haben durch die Abkühlung an Festigkeit gewonnen, wenn auch die anhaltenden Niederschläge speziell in den neuschneereichen Gebieten eine weitere Belastung bringen. Die Altschneedecke ist zum Großteil sehr kompakt und recht homogen, nur im obersten Meter schwächen aufbauende Umwandlung und eingeschneiter Reif den Aufbau, den Abschluss der Altschneedecke bildet häufig ein Harschdeckel. Die Gleitschneeaktivität auf sehr steilen, vorwiegend sonnseitigen Grasmatten ist weiterhin zu beachten.

Alpinwetter der ZAMG Salzburg

Heute, Montag, überwiegen tiefe Wolken, die Berge stecken zum Teil in Nebel. Am Vormittag schneit es zeitweise noch leicht. Im Tagesverlauf lichten sich die Wolken zögerlich, wobei der Süden begünstigt ist. Die Temperaturen steigen leicht an : in 2000 m am Abend -7 Grad, in 3000 m -12 Grad. Es weht weiterhin kräftiger Wind aus Nordwest bis Nordost.
Morgen, Dienstag, stecken die Berge weiterhin in den Wolken und es schneit leicht (etwa 10 cm bis zum Abend). Der starke Nordwestwind bleibt erhalten und legt in der Nacht auf Mittwoch noch zu. Es wird noch milder: in 2000 m -3 Grad, in 3000 m -5 Grad am Abend.

Tendenz

Wenig Änderung.





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