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Lagebericht
Sa. 10.12.2016
update heute 11:22 (Bernhard Niedermoser)

Zwischenbericht

Nachmittag

Vormittag

Aktuell sind Aktivitäten mit Ski im freien Gelände für die meisten nur in den Hohen Tauern oberhalb von 2200 m möglich. Mögliche Gefahrenpunkte dort oberhalb von etwa 2600 m im extrem steilen Nordsektor (W-N-O) im Übergang von wenig zu mehr Schnee. Die Lawinengefahr ist GERING (1), weil Gefahrenstellen so selten und nicht leicht auslösbar. Die Erstellung der täglichen Lageberichte beginnt erst mit dem allgemeinen Winterstart.

Gefahrenbeurteilung

Aktivitäten im freien Gelände beschränken sich am 3. Adventwochenende auf die Hohen Tauern oberhalb von 2200 m. Überall sonst ist zu wenig oder gar kein Schnee (in eingewehten Rinnen im Nordsektor ab 1600 m und mit Schneeschuhen geht aber immer etwas).

Mögliche Gefahrenpunkte findet man in den Hohen Tauern oberhalb von etwa 2600 m im extrem steilen Nordsektor (W-O-O) im Übergang von wenig zu mehr Schnee. Dort könnte man an ganz wenigen Stellen mit großer Belastung ein trockenes Schneebrett aus der Altschneedecke ansprechen. Die Gefahrenstellen sind insgesamt so selten, dass die Situation mit GERINGER LAWINENGEFAHR (1) bewertet werden muss.

Schneedeckenaufbau

Verteilung und Aufbau: Relevante Schneedecke nur in den Hohen Tauern. De letzte Schneefall (verblasen) ist 14 Tage her. Harte Flächen dominieren an der Oberfläche. Altschnee im Inneren durchzogen von weichen Schichten mit "Zuckerschnee" (kantig, Becher), aber auch harten bis sehr harten Schichten (alte Triebschneepakte hochalpin und in Rinnen, windgepresstes und weit verbreitet auch feste Schmelzharschdeckel und wiedergefrorene Schichten in die es in den warmen Tagen hineingeregnet hat).

Auslösbarkeit: Die vorhandenen Sollbruchstellen im Altschnee (=die weichen Schichten) sind derzeit von außen fast gar nicht ansprechbar. Einerseits weil die Überdeckung mit festen Schichten sehr gut ist und andererseits weil in schneearmen Zonen die aufbauende Umwandlung (=Temperaturgegensätze) Spannungen weitgehend abgebaut hat.

Alpinwetter der ZAMG Salzburg

Heute nochmals trockenes Bergwetter mit einem Maximum an Sonne. Im Hochgebirge und am Alpennordrand weht lebhafter West- bis Nordwestwind. Temperaturen in 2000m um 6 Grad, in 3000m um 2 Grad.

Morgen, Sonntag, geraten die Nordalpen ab Mittag immer öfter in Wolken, die Sicht verschlechtert sich. Am Nachmittag schneit es hier zeitweise, die Schneefallgrenze sinkt gegen 800 m. Noch länger freundlich und trocken bleibt es am Alpenhauptkamm und auf den Nockbergen. Es weht starker, in den Hochlagen auch stürmischer Wind aus West bis Nordwest. In 2000 m kühlt es von +5 auf -5 Grad ab, in 3000 m von +1 auf -9 Grad.

Ausblick: Montag um 10 cm Neuschnee, kalt, mit starkem, stürmischem NW-Wind. Dienstag: Zwischenbesserung mit tiefen Wolkenresten und Sonne. Mittwoch: Neuerlich leichter Schneefall möglich. Trend: kein „echter“ Wintereinbruch bis 20. Dez

Tendenz

Mit dem geringen Neuschnee in Kombination mit dem starken Wind werden zu Wochenbeginn in Rinnen gut erkennbare Triebschneepakete entstehen, die vorübergehend im sehr steilen Gelände leicht auslösbar sein werden. Die Gefahrenstellen werden gut erkennbar sein, Triebschneeschichten sind kleinräumig und geringmächtig. Die Absturzgefahr wird in vielen Bereichen höher sein als das Verschüttungsrisiko.

Eine Aktualisierung erfolgt bei einer grundlegenden Änderung. Die Erstellung der täglichen Lageberichte beginnt erst mit dem allgemeinen Winterstart.





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